Das perfekte Trackday-Wochenende am Nürburgring (Tipps und Empfehlungen)

Ein Wochenende am Nürburgring ist mehr als nur Fahren. Hier warten Adrenalin, Lernkurven und Gänsehaut-Momente. Mit den richtigen Tipps holst du das Maximum aus Trackday oder Touristenfahrt – und machst dein Ring-Erlebnis unvergesslich.

Warum der Nürburgring?

Die Nordschleife oder auch Grüne Hölle, ist Mythos, Herausforderung und Spielplatz zugleich. Ob du Touristenfahrten fährst (öffentlich, mit StVO-Regeln) oder einen organisierten Trackday buchst (mit Briefing, geringerer Fahrzeugdichte) – hier lernst du in kurzer Zeit mehr über Linienwahl, Blickführung und Selbstdisziplin als auf keiner anderen Strecken. Offizielle Infos zu Tourist Drives & Regeln findest du beim Ring selbst. (Nürburgring)

Trackday vs. Touristenfahrten: die Unterschiede

Touristenfahrten / Trackday – was ist das?

Wenn du zum ersten Mal am Nürburgring fahren willst, hast du zwei Optionen:

Touristenfahrten (TF) sind öffentliche Fahrzeiten, in denen jede*r mit einem zugelassenen Straßenfahrzeug gegen Ticket (Online, per App oder im Ringwerk bzw. Devil’s Diner erhältlich) auf die Strecke darf – im Grunde ist die Nordschleife eine mautpflichtige Straße. Es gilt die StVO – also wie auf der Straße: rechts fahren, links überholen, Rücksicht nehmen. Flexibel & oft günstiger, aber die Mischung der Fahrzeuge ist bunt und die Strecke kann voller sein.

Ein Trackday ist ein organisiertes Fahrtraining mit Briefing, meist begrenzter Teilnehmerzahl und klaren Abläufen (Sessions oder Open Pitlane). Das ist ruhiger, planbarer und lernintensiver – dafür braucht’s eine Anmeldung und die Teilnahmegebühr ist teurer.

Rubrik

Touristenfahrten (TF)

Trackday

Zugang

Spontan, Ticket vor Ort/online

Vorab Anmeldung erforderlich

Regeln

StVO gilt (rechts fahren, links überholen)

Veranstalterregeln + Briefing, klare Überholzonen

Teilnehmerzahl

Schwankt, teils voller (Abends unter der Woche meist überschaubar)

Begrenzt → weniger Verkehr

Briefing/Coaching

Kein Pflicht-Briefing

Pflicht-Briefing, oft Coaching buchbar

Fahrzeug

Nur zugelassene Straßenfahrzeuge

Häufig auch Semi-/Track-Setups möglich (je nach Veranstalter)

Ausrüstung

Helm empfohlen

Helm ist Pflicht, dB-Limits 98dBa

Fahrgefühl

Spontan, aber heterogenes Tempo

Planbar, längere, konzentrierte Stints

Kosten

Eher günstiger (pro Runde/Zeitfenster)

Teurer (Tages-/Halbtagespreis)

Ziel

Reinschnuppern, Spaß, Erfahrung sammeln

Technik verbessern, konstante Runden, Lernfortschritt

Für wen?

Erste Eindrücke, „mal fahren“

Wer gezielt lernen will oder Ruhe auf der Strecke schätzt

Kurz: Touristenfahrten = spontan & günstig, aber mehr Verkehr; Trackday = strukturierter & entspannter Fahren mit besserem Lernfortschritt. Ideal für viele: Touristenfahrten zum Reinschnuppern, später Trackdays für Technik, Konstanz und Ruhe auf der Strecke.

Termine & Formate finden

  • Offizielle Tourist Drives & Öffnungszeiten: Nürburgring-Seite (TF: Nordschleife & GP-Strecke). (Nürburgring)

  • Trackdays: Veranstalter wie Pistenclub, Skylimit & Co. – Beispiel: Open-Pitlane Trackday mit dB-Grenze & Tagesplan. (Pistenclub) (Skylimit) (weitere)

  • Drift & Zuschauer-Events (z. B. Drift Cup in der Müllenbachschleife) – perfekte Beifang-Events für’s Wochenende. (Nürburgring)

Tipp: Kombiniere TF-Zeitfenster (Abend-Sessions unter der Woche) mit einem gebuchten Trackday am Wochenende – du bekommst Ruhe zum Lernen und viel Fahrzeit. (Planungshilfe: Offizielle TF-Seite + Veranstalterseite checken.) (Nürburgring) Für Natur- & Eifelliebhaber haben wir hier noch den passenden Artikel.



Event-Special für unsere Gäste!

Zu Rock am Ring und dem 24h-Rennen bieten wir – je nach Verfügbarkeit – eine kostenlose Mitfahrgelegenheit vom Haus zum Eventgelände an.

(Nur für Gäste, keine öffentliche Beförderung.)

Safety first: Regeln, Etikette & Vorbereitung

  1. Fahrzeug & Zulassung: Nur Fahrzeuge nach StVZO; Quads & Fahrzeuge <130 km/h Top-Speed ausgeschlossen. StVO §3 (angepasste Geschwindigkeit) gilt. (Nürburgring)
  2. Fahrverhalten: Rechts fahren, links überholen, Spiegelarbeit & Blickführung. Bei Gelb/Code-60: sofort Tempo anpassen. (Etikette-Basics für TF). (BridgeToGantry.com)
  3. Briefing/Einweisung: TF ohne formales Briefing – Eigenverantwortung hoch. Trackdays haben verpflichtende Briefings. (oversteer48)
  4. Ausrüstung: Helm (empfohlen), Abschleppöse, Reifendruckprüfer, Drehmomentschlüssel, Bremsencheck.

  5.  

Nordschleife verstehen: Abschnitte & Flow

Die Nordschleife belohnt Rhythmus. Lerne markante Abschnitte (z. B. Hatzenbach, Schwedenkreuz, Fuchsröhre, Karussell, Pflanzgarten) und orientiere dich an Sicht-, statt Mut-Punkten. Plane deine ersten Stints kurz (2–3 Runden), um Reifen, Bremsen und Blech zu schonen – 21 km auf einer Rennstrecke können anspruchsvoller sein als man denkt.

Abschnitt

km

Besonderheiten

Antoniusbuche / Tiergarten

0,0–1,0

TF-Einfahrt auf der Döttinger Höhe; frühere große Buche & Altar (Antonius); Tiergarten war einst Tier-Begräbnisstätte.

Hohenrain / T13

1,0–2,0

Ehem. Start/Ziel & Boxen; höchster Punkt der Nordschleife (T13).

Hatzenbach

2,0–3,0

Abschnitt folgt dem gleichnamigen Bach.

Hocheichen / Quiddelbacher Höhe

3,0–4,0

Ehemals dichter Eichenwald; Kamm bei Quiddelbach – erster „Luft holen“-Kamm.

Flugplatz / (Kottenborn)

4,0–5,0

Früher Segelfluggelände links der Strecke; „Kottenborn“ historischer Name.

Schwedenkreuz / Aremberg / Postbrücke

5,0–6,0

Schwedenkreuz erinnert an Ereignis 1638; Aremberg = Berg/Ort; Poststraße kreuzte hier die Strecke (Brücke).

Fuchsröhre / Kompression / Adenauer Forst

6,0–7,0

Name von Fuchs in Rohr bei Bauarbeiten; markante Kompression; Waldgebiet der Gemeinde Adenau.

Metzgesfeld

7,0–8,0

Flurname aus dem Kataster („Metzgesfeld“). 

Kallenhard / „Spiegelkurve“ / Dreifach-Rechts

8,0–9,0

Name von Vegetation („Hart“ = bewaldeter Hang); inalter Zeit „Spiegelkurve“; miss-hit-miss bei Dreifach-Rechts. 

Wehrseifen / Ex-Mühle / Breidscheid

9,0–10,0

„Seifen“=Tal/Übungsplatz der Miliz; Mühle „außerhalb“ (ex) Adenau; tiefster Punkt & TF-Zufahrt Breidscheid.

Ex-Tal / Bergwerk

10,0–11,0

Talpassage zur Bergwerk-Kurve; ehem. Abbau von Blei/Silber.

Kesselchen

11,0–12,0

Verlauf durch eine „Mulde/Becken“ – langer, schneller Anstieg.

„Mutkurve“ / Klostertal

12,0–13,0

Inoffiziell „Mutkurve“ (sehr schnell); Klostertal mit Ordens-/Einsiedler-Historie.

Klostertalkurve / Steilstrecke / Caracciola-Karussell

13,0–14,0

Abzweig Steilstrecke (bis 27 % Steigung, heute stillgelegt); ikonisches Karussell (steilbankierte Betonrinne).

Posten 147 / Hohe Acht

14,0–15,0

Posten-Hütte („Alm“); nahe Hohe Acht (747 m), höchster Eifelberg; zweithöchster NS-Punkt nach T13.

Hedwigshöhe / Wippermann / Eschbach

15,0–16,0

Benannt nach Hedwig Creutz; „Wippen“ der Fahrzeuge früher stark; Eschbach = Bach/Ort, viele Eschen.

Brünnchen / Eiskurve / Pflanzgarten

16,0–17,0

Quellgebiet („Brünnchen“); „Eiskurve“ bei Nässe tückisch; Pflanzgarten = frühere Gärten/Felder der Grafen.

(kleiner/großer) Sprunghügel / Stefan-Bellof-S (Pflanzgarten II)

17,0–18,0

Zwei markante Sprunghügel; seit 2013 Stefan-Bellof-S benannt (1983er Rekordfahrer).

Schwalbenschwanz / Kleines Karussell

18,0–19,0

Grundriss erinnert an Schwalbenschwanz; kleines Karussell (kleinere Steilkurve) Richtung Galgenkopf.

Galgenkopf

19,0–20,0

Historische Richtstätte der Grafen von Nürburg (Galgensätte).

Döttinger Höhe

20,0–20,8

Langer Vollgas-Abschnitt, benannt nach Döttingen; TF-Einfahrt/-Ausfahrt liegt hier. 

Hinweis: Alle Kilometerangaben beziehen sich auf die Touristenfahrten-Konfiguration (Einfahrt Döttinger Höhe)

Trainings & Skills: schneller & sicherer werden

  • Fahrsicherheitszentrum Nürburgring: Brems-/Ausweichparcours, Dynamikflächen – ideal vor dem ersten TF/Trackday. (FSZ-Nürburgring)
  • Drift-Experience/Drifttaxi: Fahrzeugkontrolle im Limitbereich trainieren.
  • Instructor-Coaching (RSR & Co.): Linienwahl, Bremspunkte, Sicherheit; besonders wertvoll für TF-Newbies. (RSRNurburg)

 

Wenn du ganz neu bist, denke in drei Stufen:

  1. Beifahrer im Renntaxi (oder Instructor-Sightseeing-Lap)
    Perfekt zum „Kalibrieren“: Linien, Flaggen, Sichtpunkte und vor allem das echte Tempo erleben – ohne eigenes Risiko. Du bekommst Respekt vor Kuppen, Kompressionen und blinden Passagen und weißt danach, wie „schnell“ sich hier wirklich anfühlt. Nachteil: Du fährst (noch) nicht selbst und zahlst mehr pro Minute Erlebnis – lernst aber umso mehr von echten Profis.
  2. Dein eigenes, zugelassenes Straßenauto – sehr defensiv
    Du kennst Pedale, Sitz, Bremspunktgefühl – das macht dich ruhiger. Mach 1–2 kurze, langsame aber saubere Stints (2–3 Runden), bleib rechts, lass zügigere Fahrzeuge passieren (mit blinker rechts anzeigen das du sie gesehen hast).

 

 


Vorher: Reifenprofil/-druck, Bremsen/Flüssigkeit, Drehmomentschlüssel-Check; Helm ist empfehlenswert – es kann immer was passieren. Nachteil: Verschleiß und Risiko liegen bei dir – Versicherung/AGB für Touristenfahrten genau prüfen (viele Unfälle auf dem Nürburgring/Rennstrecken werden von Versicherungen ausgeschlossen).

Miet-/Track-Car (später, mit Coaching/Trackday)
Vorteil: standfestere Bremsen/Reifen, oft buchbar mit Instruktor – Lernkurve steil. Aber: hohe Kaution/Selbstbeteiligung, strenge AGB (oft Ausschlüsse für TF), mögliche dB-Limits und klare Vertragsregeln bei Schäden. Für Einsteiger meist sinnvoll nach den ersten eigenen Sightseeing-Runden – ideal an einem Trackday mit Briefing.

Kurzfazit:
Starte mit Renntaxi/Instructor-Beifahrt → fahre danach sehr ruhig im eigenen Auto (Safety & Etikette im Fokus) → später Miet-/Track-Car mit Coaching oder Trackday. No-Gos für Anfänger: Rundenzeiten jagen, Ego-Duelle, driften. Do’s: Spiegelarbeit, rechts fahren, links überholen, bei Gelb/Code-60 sofort Tempo anpassen.

  • Eigenes Auto: Checkliste s. u.; Versicherung & Verschleiß einkalkulieren.

  • Mietfahrzeug/Track Car Rental: spart Reifen/Bremsen, inkl. Instruktor buchbar; Anlaufstellen & Unterschiede erklären (Anbieterportale). (RSRNurburg)

Renntaxi/Co-Pilot: Emotion pur ohne eigenes Risiko – z. B. AMG Co-Pilot Ride. (Nürburgring)

Logistik: Anreise, Tanken, Lärm, Essen

  • Anreise & Parken: Rund um Start/Ziel & Einfahrten (TF/GP) kann’s voll werden (Termine beachten); früh da sein.
  • Tanken: Reichweite planen (Eifel topografisch anspruchsvoll), Spritpreise beachten.
  • Lärm: Trackdays oft dB-Grenzen (z. B. 98 dB(A)—immer Veranstalterangabe checken). (Pistenclub)
  • Schlechtwetterplan: Alternativprogramm (Ring°Werk, Kartbahn, Driftshow) für „Regentage“ einplanen. (Nürburgring)

Schlafen ohne Stress: Basecamp nahe der Strecke

Nach einem langen Tag auf dem Track brauchst du Ruhe, WLAN fürs Daten-/Video-Review und sichere Parkmöglichkeiten für dein Fahrzeug. CJS Apartments – Chill & Drive sind genau darauf zugeschnitten: Eigener Parkplatz, schnelles WLAN, ruhige Lage, viel Platz. Perfekt für Teams/Freunde mit Equipment.

Zeitplan für das perfekte Trackday-Weekend (Beispiel)

Freitag (Anreise):

  • Check-in, Reifenfülldruck kalt notieren, Werkzeug & Helm bereitlegen.
  • Optional: Abend-Touristenfahrt (2–3 Runden „Ankommen“). (Nürburgring)


Samstag (Training & Rhythmus):

  • Vormittag: Fahrsicherheitszentrum / Instructor-Coaching.
  • Nachmittag: Trackday (Open Pitlane), kurze Stints, Datenreview in der Pause. (Pistenclub)
  • Abend: Setup-Nachbesprechung im Apartment (Reifendruck/Belagzustand), Essen.


Sonntag (Feinschliff & Erlebnisse):

  • Frühe TF-Session (weniger Verkehr), dann Drift-Erlebnis/Zuschauer-Event als Abschluss. (Nürburgring)
  • Check-out & entspannte Abreise.

Packliste (Kurzfassung)

  • Pflicht/Empfehlung: Helm, Handschuhe, Abschleppöse, Wagenheber, Drehmomentschlüssel, Reifendruckprüfer, Bremsflüssigkeit, Bremsbeläge (Reserve), Panzertape/Zip-Ties (Kabelbinder).
  • Komfort: Faltstuhl, Getränke/Elektrolyte, Snacks, Regenzeug, Ersatzschuhe.
  • Dokumente: Führerschein, Fahrzeugschein, Versicherungsnachweise (Track-Day Abeckung klären).

 

Hinweis zur Aktualität

Öffnungszeiten/Regeln & Eventdaten können sich ändern – im Text haben wir daher auf offizielle Quellen verwiesen, die ihr bei Bedarf laufend aktualisieren könnt (TF-Seite, Safety-Regeln, Drift-Cup). (Nürburgring)

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Über den Autor

Familie Sinz

Wir sind Familie Sinz, Ihre Gastgeber im Gästehaus am Nürburgring. In unserem Blog informieren wir Sie regelmäßig über die Eifel, teilen persönliche Ausflugstipps und geben Ihnen Einblicke in unsere Region, damit Ihr Aufenthalt bei uns unvergesslich wird.

FAQ – kurz & knackig

Ja. Touristenfahrten erlauben das Fahren mit zugelassenem Fahrzeug zu definierten Zeiten (Nordschleife/GP). (Nürburgring)

Vom Betreiber nicht vorgeschrieben, aber dringend empfohlen. Trackdays verlangen häufig Helm & mehr Ausrüstung. Offizielle Sicherheitshinweise beachten. (Nürburgring)

Touristenfahrten = öffentlich, StVO, mehr Verkehr; Trackday = gebuchtes Event, Briefing, weniger Fahrzeuge, planbarer. (BridgeToGantry.com)

Rechts fahren, links überholen, Rückspiegel im Blick, bei Gelb/Code-60 Geschwindigkeit anpassen. (BridgeToGantry.com)

Saison & Zeiten variieren; offizielle Touristenfahrer checken (Abend-Sessions wochentags sind beliebt). (Nürburgring)

Ja – mehrere Anbieter offerieren Track Car Rental & Renntaxi/Co-Pilot-Rides. (Nürburgring)

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